Raymond Bauduc (* 18. Juni 1906 in New Orleans, Louisiana, USA; † 8. Januar 1988 in Houston, Texas, USA) war ein Bandleader und Schlagzeuger des Oldtime Jazz.
Bauduc lernte sein Instrument im Elternhaus, ging Mitte der 1920er Jahre nach New York und spielte zunächst bei Freddie Rich,
Tommy und
Jimmy Dorsey und ab 1926 bei
Joe Venuti und
Eddie Lang; dann war er Mitglied der Bands von
Ben Pollack (1929 bis 1934) und
Bob Crosby (1935 bis 1942). Bekannt ist er auch durch seine Duette mit
Bob Haggart, bei denen u.a. 1938 der Titel „Big Noise From Winnetka“ entstand. Nach einigen Jahren in der US-Army leitete Bauduc mit
Gil Rodin ein eigenes Orchester; die Arrangements stammten von Tommy Dodd, Joe Reisman und
Billy May. Der Sound des kurzlebigen Orchesters war eine Reminiszenz an die Crosby-Band; sie spielte hauptsächlich im Raum Los Angeles, ging aber auch auf einige Tourneen zwischen West- und Ostküste.
Bauduc spielte nach Auflösung der Band von 1947 bis 1950 bei Jimmy Dorsey und von 1952 bis 1955 bei
Jack Teagarden, bevor er eine Band mit
Nappy Lamare gründete; mit ihr entstand 1957 das Album
Riverboat Dandies. Carlo Bohländers
Reclams Jazzführer zufolge galt er „als einer der besten Dixieland-Schlagzeuger“ seiner Zeit und war einer der führendsten Schlagzeuger dieses Genres in Kalifornien.